Das Taufgespräch

Vor der Taufe findet ein Gespräch zwischen Ihnen und Ihrem Gemeindepfarrer oder der Pfarrerin statt. Dieses Gespräch kann entweder bei Ihnen zu Hause geführt werden oder im Büro des Pfarramts. Das ist eine Frage der Abmachung mit Ihrem Pfarrer. Einerseits soll dieses Gespräch dem gegenseitigen Kennenlernen dienen, andererseits selbstverständlich der Vorbereitung der Tauffeier während des Gottesdienstes.

Ihr Pfarrer wird Sie mit dem Ablauf der Taufe vertraut machen und wird mit Ihnen gottesdienstliche Besonderheiten besprechen. Vor allem geht es bei diesen gottesdienstlichen Besonderheiten darum, zu klären, an welcher Stelle Sie mit dem Täufling »dran sind«. Es kann durchaus sinnvoll sein, zu diesem Taufgespräch die Paten mit einzuladen.

Findet das Gespräch in Ihrer Wohnung statt, wird es gut sein, wenn Sie sich darum bemühen, dass mögliche Störungen vermieden werden. Man kann sich nicht gleichzeitig der Gesprächssituation mit dem Pfarrer stellen und nebenbei noch andere »Geschäfte« erledigen. Ähnliches gilt auch, wenn Sie zum Gespräch ins Pfarramt gehen. Ihr Pfarrer wird sich für das abgemachte Gespräch Zeit nehmen, in der dann andere Dinge keinen Raum haben.

Selbstverständlich dürfen Ihre älteren Kinder an dem Gespräch teilnehmen, um ihre Fragen loszuwerden und auf diesem Wege schon einmal dem Pfarrer zu begegnen, der den Bruder oder die Schwester taufen wird. Grundsätzlich gilt, dass Sie sich trauen, alle Fragen auszusprechen, die Sie zur Taufe haben. Nicht immer werden alle beantwortet werden, doch das Taufgespräch soll in einer offenen und möglichst partnerschaftlichen Grundatmosphäre stattfinden.

Zum Taufgespräch legen Sie bitte das Familienstammbuch bereit, das Ihr Pfarrer mitnehmen wird, um dort die Taufe Ihres Kindes einzutragen.

Sollten Sie nicht kirchlich getraut sein, rechnen Sie mit dem Angebot des Pfarrers, dass eine kirchliche Trauung auch im Rahmen der Tauffeier noch möglich ist, selbst wenn sie für die Taufe Ihres Kindes nicht Voraussetzung ist.

Im Rahmen des Taufgesprächs kann selbstverständlich die Frage aufkommen, was Sie sich von der Taufe Ihres Kindes erhoffen. Eine solche Frage bedeutet für Sie keinesfalls eine Prüfungs- oder Vorstellungssituation. Es geht dabei vielmehr um die Klärung, was Sie von der Taufe erwarten, was Taufe ist und was sie eben auch nicht ist, und wo man vielleicht ein Vorverständnis korrigieren muss.

Der Pfarrer nutzt das Gespräch in der Regel auch, um sich mit Ihnen auf dem Feld Ihrer kirchlichen Bindung und Ihrer Erfahrungen mit Kirche vertraut zu machen. Auf eine solche Frage sind ganz unterschiedliche Antworten möglich; es geht nicht um richtig oder falsch.